Arnikaöl und Hautpflege

Botanischer Name Arnica montana

Pflanzenfamilie Asteraceae - Korbblütler

Das Arnikaöl ist ein Mazerat aus den Blüten. Mazerate sind Pflanzenöle, in denen eine Heilpflanze in einem Öl einige Zeit der Sonne ausgesetzt und ihre Wirkstoffe sich in das Pflanzenöl übertragen haben.

Über die Pflanze

Arnika wird bis 50 cm hoch und trägt im Frühjahr leuchtend gelbe Blüten. Die Blüten werden geerntet, wenn sie voll entfaltet sind. Bei uns steht die Pflanze unter Naturschutz. Arnika-Zubereitungen kommen aus Ländern wie der Schweiz, Spanien und Italien.

Körperliche Wirkung

Arnikaöl wirkt anregend auf Herz und Kreislauf und Einreibungen und Massagen haben sich vor allem vor und nach anstrengenden sportlichen Tätigkeiten bewährt. Sie kann dem müden Körper wieder Kräfte zurückgeben. Ebenso bei Muskulaturproblemen, aber auch bei angegriffenen Nerven hilft sie den Körper zu stabilisieren.

In der Volksheilkunde wird sie seit vielen Jahrhunderten zur Behandlung von Gelenksentzündungen, Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen verwendet, ebenso nach Stürzen oder Stichverletzungen. Bei Blutergüssen fördert die Arnika den Heilungsprozess, hier am Besten in Verbindung mit 2 Tropfen ätherischem Immortellenöl (Helicrysum italicum).

Arnikaöl wird nicht innerlich eingenommen, da es zu Vergiftungserscheinungen kommen kann und manche Menschen reagieren mit allergischen Reaktionen auf dieses Öl, da es hautreizende Inhaltsstoffe hat.

DIY - Arnika-Mazerat

Arnikaöl lässt sich ganz einfach selbst herstellen. In ein durchsichtiges Glas gibt man frische Arnikablüten und übergießt diese mit Oliven- oder Sonnenblumenöl. Man stellt das Glas drei Wochen lang auf die sonnigste Fensterbank, die sich finden lässt. Danach wird es in eine dunkle Flasche abgeseiht. Die Haltbarkeit beträgt ca. ein Jahr und das Öl ist auch die Grundlage selbstgemachte Salben. Ein solches Mazerat lässt sich auch mit getrockneten Arnikablüten herstellen.