Die Nanaminze – ein etwas anderer Helfer


Wenn ich zurückblicke auf meine Gallen-OP fällt mir immer wieder die Nanaminze ein. Ein Öl, welches ich mit der Galle-und-Leber-Thematik überhaupt nicht in Verbindung gebracht habe. Die Nanaminze war für mich bis dahin einfach „nur“ ein guter Impulsgeber in sehr heißen Sommertagen. Ansonsten verwende ich sie in der Erkältungszeit in Mischungen zur Raumluftdesinfektion, punktuell zur Konzentrationsförderung und in Meditationen zur Vertiefung.

Und dann las ich über die Nanaminze in Monika Werners „Mind Maps Aromatherapie“ auf Seite 82: „Oral in niedriger Dosierung (nicht höher als 1 %) angewendet, fördert das ätherische Öl den Gallefluss, entstaut die Leber und fördert somit die Entgiftung. Völlig unproblematisch ist die Anwendung in Form eines Leberwickels.“ Das fand ich spannend, denn Monika Werner gibt normalerweise sehr präzise Anweisungen für die Anwendungen. Und 1 % sind immerhin ca. 20 Tropfen ätherisches Öl in 100 ml Flüssigkeit gelöst – das ist heftig!

Was also tun? Schmerz geplagt, wie ich nun mal war, entschied ich mich für 2 Tropfen pures und unverdünntes Nanaminzenöl. Wie einnehmen? Nachts um 3 Uhr macht man dann nicht mehr soviel Gedöns und ich entschied mich für die Pfefferminzenmethode: Ich träufelte 2 Tropfen auf den Handrücken und schleckte die mit der Zunge auf.

Also im Nachhinein kann ich niemanden dazu raten, unverdünntes Nanaminzenöl einfach so oral einzunehmen! Die Nanaminze brannte äußerst heftig auf den Mundschleimhäuten. Allerdings war ich nach 10 Minuten schmerzfrei, nicht im Mundraum, aber im Bauchraum. Die Nanaminze hatte tatsächlich Galle und Leber beruhigt, das Brennen im Mund lies dann auch nach und ich konnte tatsächlich einige Stunden schlafen.

Die bessere Anwendung der Nanaminze ist wirklich in einem Leberwickel oder in einem Körperöl (man kann zu dem Detox-Körperöl mit Rosmarin Verbenon noch 1 – 2 Tropfen Nanaminze zugeben – nicht mehr!). Damit lässt sich die entgiftende Wirkung noch verstärken.

Die Nanaminze sollte auf gar keinen Fall längere Zeit innerlich eingenommen werden und die Tropfen in niedrigster Dosierung sollten für die innerliche Anwendung gelöst werden, z.B. in Solubol mit Wasser oder in etwas Honig. Nanaminze schmeckt fürchterlich, egal wie gelöst.

An dieser Stelle: Schwangere und Kinder machen keine inneren Einnahmen mit ätherischen Ölen. Gerade die Nanaminze ist kein sanftes ätherisches Öl, auch wenn ihr Duft verführerisch weich daherkommt.

Für Querleser und Duftanfänger: Wie immer gilt, wenn ätherische Öle zu aromatherapeutischen Zwecken angewendet werden, muss die Qualität des Öles stimmen.