Hanföl (Hanfsamenöl) und Hautpflege

Botanischer Name Cannabis Sativa

Pflanzenfamilie Moraceae - Maulbeergewächse

Über die Pflanze

Das Hanföl wird durch Kaltpressung der reifen Samen gewonnen.

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Heute denkt man weniger an die Heilpflanze, sondern eher an Haschisch. Cannabis sativa gehört aber zu den Hanfpflanzen, die nur ca. 1 % der Rauschdroge THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten. Aus diesem Grund darf Cannabis sativa auch wieder in Deutschland angebaut werden.

Inhaltsstoffe

Linolsäure 54 %, alpha-Linolensäure 17 % (Omega-3-Fettsäure), gamma-Linolensäure 4 % (Omega-6-Fettsäure), Ölsäure 13 %, gesättigte Fettsäuren 10 %, Fettbegleitstoffe 1 %

Körperliche Wirkung

Hanföl gehört zu den trocknenden Pflanzenölen, die trotz ihrer guten Wirkung die Haut austrocknen können. Aus diesem Grund gibt man nur einen kleinen Anteil von 10 % in Mischungen mit anderen Pflanzenölen, wie z.B. Macadamianussöl. Die Haltbarkeit beträgt nach Anbruch der Flasche 4 - 12 Wochen. Dies ist abhängig, wie oft die Flasche geöffnet wurde, da sobald Sauerstoffkontakt durch das Öffnen hergestellt wurde, das Öl sehr schnell oxidiert. Die Flasche Hanföl daher immer gut verschließen und dunkel aufbewahren. Eine gute Alternative ist, das Hanföl in kleinere Fläschchen abzufüllen um die Haltbarkeit zu verlängern.

Das Besondere am Hanföl ist die Omega-3 und Omega-6-Fettsäure, die unser Körper nicht selbst bildet. Aus diesem Grund kann es sehr gut innerlich bei Neurodermitis, wie das Nachtkerzenöl, verwendet werden. Äußerlich pflegt es die beanspruchten Hautpartien mit Jojobaöl oder Kokosöl gemischt. Dazu schreiben Monika Werner und Ruth von Braunschweig in Ihrem Buch „Praxis Aromatherapie“, Seite 230: „Hanföl ist ein excellentes und preiswertes Öl für die Gesundheits- und Hautpflege. Es stärkt das Immunsystem der Epidermis und beruhigt eine irritierte und juckende Haut.“

Besonders mit Mandel-, Arganöl oder Sheabutter vermischt, erhält man Ölmischungen oder Balsame, die sehr gut zur Pflege rauer, aufgesprungener, rissiger, entzündeter und schuppiger Haut geeignet sind. Besonders die rauen Hautstellen an Ellbogen, Knien und zur Fußpflege machen solche Balsame die Haut weich und geschmeidig.

Hanföl ist ein ausgezeichnetes Öl für die Küche. Es ist allerdings nicht erhitzbar. Hier gibt man es an Salate, über gegartes Gemüse oder zu Joghurts und Quarks. Es kann den Cholesterinspiegel senken.

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