Imbolc Impuls – verrückte Dinge tun

Warum liegt der Ursprung des närrische Treibens in der Imbolc-Energie?

Aus den Perchten, die mit viel Radau die Wintergeister vertrieben haben, wurden später im Mittelalter die Verkleidungen und das Faschingstreiben. Das Aufheben der Schleier, Kargheit, der Lethargie, die uns im Winter nach innen führt, steht nun das Aufleben der Lebenslust, die uns ins außen führt, die schon jetzt deutlich spürbar ist.

Die Kraft des Neuen aus dem Imbolc-Impuls ist sehr stark. Es liegt förmlich in der Luft etwas Neues zu beginnen oder Angefangenes zu Ende zu bringen. Es ist nicht nur die Reinigung des Innen und Außen, sondern auch verrückte Dinge zu tun. Auch das gehört zu Imbolc, einfach mal Dinge zu tun, die man noch nie getan hat, weil man sich das vielleicht nicht getraut hat. Einfach mal mutig zu sein.

Die christliche Fastenzeit hat allerdings mit diesen Bräuchen nichts zu tun. Denn die Fastenzeit findet 40 Tage vor Ostern statt und ist ein rein christlicher Brauch, während Imbolc viel älter ist. Das Wort Fastnacht wird heute interpretiert als Zeitraum vor dem christlichen Fastenbeginn. Die Geschichte zeigt allerdings, dass das närrische Treiben den christlichen Kirchenfürsten ziemlich auf den Wecker ging und im späteren Mittelalter dann durch die Fastenzeit ersetzt wurde. Allerdings mit wenig Erfolg.

Für mich liegt der Aspekt der Fastenzeit rein darin, dass die Winter für unsere Ahnen ziemlich hart waren und man in manchem Winter gefastet werden musste, weil die Lebensmittel bis zum Frühling einfach nicht ausreichend zur Verfügung standen. Umso verständlicher wird der Fastnachtsbrauch mit dem Austreiben der Wintergeister und mit all der Verrücktheit, die das Ende des Winters mit sich bringt.

Das Bild stammt aus Kindheitstagen. Es war in der Schweiz bei einem Umzug, wo sich Kinder einfach in den Fängen von Perchten wiederfanden! Gruselig!

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