Lariciokiefer - Ätherisches Öl und Anwendung

Botanischer Name Pinus nigra subsp. Laricio

Familie Pinaceae - Kieferngewächse

Duftprofil klarer, holzig-harziger und grüner Waldduft

Note Kopf- /Herznote

Element Luft / Feuer

Inhaltsstoffe

60 % Monoterpene, 6 % Oxide, 3 % Sesquiterpene, 3 % Ester und andere

Gewinnung

Wasserdampf-Destillation der Zweige. Aus ca. 350 kg Zweige und Nadeln erhält man ca. 1 kg ätherisches Öl.

Duftthema

Die Lariciokiefer existiert nur in den mediterranen italienischen Landschaften Siziliens, Kalabriens und auf der französischen Insel Korsika. Früher wurden aus dem gradlinigen Stamm Schiffsmasten gefertigt und heute gehört sie noch immer zu den forstwirtschaftlich meistgenutzten Bäumen Korsikas. Die Klimaforschung bezeichnet sie bereits als den Baum des Klimawandels, da ihr Temperaturunterschiede zwischen – 30 C bis + 40 C nichts anhaben können. Auf der Insel Korsika bildet sie an einigen geschützten Orten einzigartige Waldlandschaften und Urwälder, wie es nur zu Zeiten vor einer Zivilisation mit Menschen gegeben hat. Eine unglaubliche Wildheit und Ursprünglichkeit strahlt dieser Baum aus. Es sind die Wälder jenseits der Zivilisation, die zu Legenden, Mythen und Sagen inspiriert haben. Wo hinter jeder sichtbaren Wurzel sich der Zugang ins Reich der Kobolde verbirgt, an hellen Lichtungen die Elfen spielen und in den undurchdringlichen Gebieten sich wilde Tiere und Dämonen aufhalten. Eine ungewöhnliche Kraft geht von ihrem Duft aus. Königlich, erhaben und viel Mut und Energie gebend. Sie ist ein absolut revolutionärer Duft, der vieles hinterfragen und ungewöhnliche Ideen und Wege gehen lässt.

Lariciokiefer – Anwendung und Wirkung

Körperliche Wirkung

Der Hauptinhaltsstoff der Lariciokiefer sind die Monoterpene, die starke Hautreize setzen und in hoher Dosierung Hautirritationen auslösen können. Sie werden nur gering dosiert, 1 Tropfen Lariciokiefer in einer Mischung von 50 ml Basisöl ist ausreichend und auch bei Bademischungen wird nur 1 Tropfen zugegeben. Daher sollte, vor allem bei empfindlicher Haut, Lariciokiefer nur in einem Basisöl gelöst oder in Mischungen mit anderen ätherischen Ölen (am besten in Verbindung mit Lavendel fein) verwendet werden.

Sie hilft in Grippe- und Erkältungszeiten durch ihre antiviralen, schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie stärkt das Immunsystem und lässt wieder tief durchatmen. Die angestaute Luft in Räumen wird gereinigt und desinfiziert.

Durch ihre erwärmenden, durchblutungsfördernden und schmerzlindernden Eigenschaften kann man sie auch in Mischungen bei Muskelkater, –verspannungen und rheumatischen Beschwerden geben.

Ein schöner Wellnessduft ist die Lariciokiefer für Saunabesuche. Hier gibt man 1 – 2 Tropfen ätherisches Öl auf eine Kelle für das Aufgusswasser. Saunabesuche eignen sich sehr zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten, da sie die Abwehrkräfte stärken.

Seelische Wirkung

Das Hauptanwendungsgebiet der Lariciokiefer liegt im seelischen Bereich. Die Noradrenalinproduktion kann angeregt werden. Dies ist ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter), der aktiviert, stimuliert und Körper und Geist anregt. Ein Absinken des Noradrenalinspiegels führt zu Antriebsschwäche, Trägheit und Abwehrschwäche.

Sie kann auch die Dopaminproduktion fördern. Dopamin ist ein chemischer Botenstoff, der mobilisiert, das seelische Gleichgewicht wiederbringt und sanft aus seelischen Tieflagen zieht. Durch den Sesquiterpen- und Estergehalt von fast 6 % regt sie auch die Serotoninproduktion an. Dies ist ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter), der beruhigt, entspannt und harmonisiert. Wird nicht genügend Serotonin gebildet, sind die Folgen Nervosität, innere Unruhe, nervöse Magen-Darm-Beschwerden oder Schlaflosigkeit.

Lariciokiefer ist ein ätherisches Öl, das unsere Psyche stark aufbaut, Energie und Kraft gibt und in allen antriebslosen Zeiten unsere Mitte finden lässt. So hilft sie bei mentaler Erschöpfung, Burn-Out, Überforderung und in allen Zeiten, wenn unsere Sorgen groß sind und die „Nerven bloß liegen“. Lariciokiefer ist ein ganz besonderes Schutzöl, das uns stabilisiert, Selbstvertrauen in unsere Fähigkeiten gibt und uns um die „Ecke“ denken lässt, wenn außergewöhnliche Ideen gefragt sind.

Sie ist der Duft der Tatkraft, denn mit ihr lässt sich nichts aufschieben, ablegen oder einfach mal vergessen. Lariciokiefer mobilisiert unsere Kräfte, gibt die notwendige Energie – selbst bei Lust- und Antriebslosigkeit – um die unerledigten Dinge, die wir gerne vor uns herschieben, anzupacken und zu erledigen.

Besonders hilfreich ist sie für Menschen, die oft mutlos und mit Sorgen und Ängsten vor wichtigen Situationen stehen und Schwierigkeiten haben, Entscheidungen zu treffen. Hier stärkt sie die eigenen Schutz- und Widerstandskräfte. Die Durchsetzung eigener Ideen wird gefördert, die Kreativität angeregt und die Kraft, schnell Entscheidungen zu treffen, wird gestärkt. Lariciokiefer kann Ängste sanft auflösen, sorgt für Entspannung und mentale Klarheit.

Spirituelle Wirkung

Lariciokiefer gehört zu den Düften, die uns zu uns selbst finden lassen und uns mit unseren Schattenseiten aussöhnt. Gerade unsere dunkle und verletzte persönliche Seite anzunehmen, ist oft nicht so einfach. Hier ist sie einfach der Fels in der Brandung-Duft, der zwischen den gegensätzlichen Polen vermittelt und auf spektakuläre Weise die guten Feen mit den inneren Dämonen in Kontakt bringt und aussöhnt.

DIY – Duft - Mischungen

Duftlampe

Josephine

2 Tropfen Lariciokiefer (Pinus nigra subsp Laricio)

2 Tropfen Bergamotteminze (Mentha citrata)

2 Tropfen Lavendel (Lavandula angustifolia)

2 Tropfen Weihrauch indisch (Boswellia serrata)

Körper- und Massageöle

Napoleon

1 Tropfen Lariciokiefer (Pinus nigra subsp Laricio)

1 Tropfen Veilchenblätter (Viola odorata)

2 Tropfen Petit Grain (Citrus aurantium ssp. Aurantium)

1 Tropfen Myrte (Myrtus communis)

2 Tropfen Mastix (Pistacia lentiscus)

in 100 ml Aprikosenkernöl

Die Enzyklopädie der Düfte

147 Duftbeschreibungen ätherischer Öle, 555 Seiten

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