Pflanzen-Urkraft Räuchermischung

aus der Serie Keltischer Jahreskreis

Samhain (Ahnenräucherung)


Im Zuge der Christianisierung wurde aus dem keltischen Totenfest "Samain" der christliche Totengedenktag "Allerheiligen", den wir am 1. November eines Jahres begehen. Auch heute noch ist Allerheiligen eine Zeit der Aussprache, der Versöhnung und viele von uns spüren den Drang, bestimmte Dinge endlich loszulassen und Platz für Neues zu schaffen. Man gedenkt heute wie früher den Verstorbenen und man bat um Versöhnung, um alte Dinge, die noch offen waren, zu bereinigen.

In der Geschichte des Keltentums, die die beiden Autoren Francoise Le Roux und Christian-J. Guyonvarc'h in ihrem Buch "Die Druiden" so wunderbar beschreiben (Seite 323) heißt es: "Samain und Beltane sind die beiden Pole des keltischen Jahres, welches zwischen Licht und Finsternis geteilt ist, wie es für eine Vorstellung der Zeit nur natürlich ist, die sich auf nordische Ursprünge beruft. Zu Samain sterben Götter und Helden und finden alle mythischen und epischen Schlachten statt. Alle wichtigen Ereignisse konzentrieren sich hier und die gesamte Zeit ist hier resümierend verdichtet. So, dass alles Übernatürliche sich überstürzt und jederzeit bereit ist, in die menschliche Welt einzufallen."

Daher sagt man auch, dass sich die Grenzen zwischen unserer realen Welt und der Anderswelt aufheben. Zum Ausdruck kommt dies zu Halloween, wenn die Kinder sich mit Masken als Geister, Hexen und Tote verkleiden und Schabernack treiben, sofern sie keine Süßigkeiten geschenkt bekommen. Und so kann man in dieser magischen Nacht mit seinen Ahnen in Kontakt kommen, man kann orakeln und um Rat fragen und Zugang zu Naturgeistern, Devas und Engeln finden. Aber diese Nacht steht auch symbolisch für die Schattenseiten des eigenen Ichs.

Es ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit und die Konfrontation mit dem Tod. Gerade im November findet ein Rückzug zu den inneren Werten, die Wahrnehmung der Seelenbilder und ein Innehalten der Zeit statt. Die Stille und die Melancholie, die die trüben Novembertage bieten, geben uns die Chance unser Potenzial und unsere Kreativität zu erkennen. Denn wenn wir uns in der Stille wahrnehmen und begegnen, können wir die innersten Kräfte unserer Seele erkennen und ins Licht transformieren. So können wir neue Ziele definieren, Ängste überwinden und neue Hoffnung schöpfen.

Einige Räucherpflanzen sind hier ganz besondere Begleiter, da sie nicht nur die Sonne ins Herzen holen, sondern auch bei Ahnenräucherungen eine sehr gute Zutat sind. Mit einer Ahnenräucherung können wir von einem Verstorbenen Abschied nehmen und mit ihm unseren Frieden machen, wenn z.B. Dinge ungesagt blieben. Denn der aufsteigende Rauch galt schon immer als Brücke zum Jenseits und man stellte sich vor, wie die Seele über den Rauch in das Licht kommt. Aber gerade bei der Ahnenräucherung sollten Sie sich Zeit nehmen, damit die innere Aussprache nicht zu kurz kommt.

Durch eine innere Aussprache mit dem Verstorbenen können wir unsere Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen, schöne Erinnerungen aufleben lassen und sogar ungelöste Konflikte positiv beenden oder um Vergebung bitten und diese Gedanken dem aufsteigenden Rauch übergeben.

Nutzen wir diese Tage zum Innehalten und Atem holen, zum Kraft schöpfen und zur Rückbesinnung auf unsere Wurzeln, die bei unseren Vorfahren liegen. Viele Familientraditionen liegen darin begründet und haben ihren Ursprung vor vielen Jahrzehnten gefunden. Werden wir uns dieser Wurzeln bewusst, können wir ihren Sinn erfassen und uns vom Geist der Ahnen beflügeln oder befreien, je nachdem wie wir heute dazu stehen. Vieles in uns trägt die Botschaft unserer Familie, die wir mit einer Ahnenrückschau definieren können und viele Räucherpflanzen helfen uns dabei, zu unseren spirituellen Werten zu finden.


Entdecke die Pflanzen-Urkraft der keltischen Jahreskreismischung Samhain

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