Was Lavendelduft mit dem Ende des römisches Reiches und dem Jugendschatz meines Mannes zu tun hat

Gestern Abend hatten meine beiden Jungs die anregende Diskussion über das römische Reich, lateinische Sprache, Gesetzesverordnungen, Kriege und allerlei geschichtliche Ereignisse, während ich dagegen meine geliebten Stricknadeln in die Hand nahm und gerade zum gemütlichen Couching übergehen wollte, als es erst fürchterlich knallte und anschließend sehr metallisch rieselte. Der erste Gedanke war, klingt wie im Film Hobbit Teil 3, als Smaug im Berg auf dem Zwergengold erwacht und es rieselt metallische Schätze in Strömen. Das römische Reich war mittlerweile verstummt und am Ende.

Ja, da hatten wir die Bescherung, während das römische Reich intensiv am Diskutieren und Gestikulieren war, hatte einer meiner Jungs im Eifer des Gefechts die superteure Alabaster-Duftlampe, die ich mir vor vielen Jahren gekauft hatte, angestupst und die ist dann im Jugendschatz meines Mannes gelandet. Die Lampe stand am Rand unseres Sideboards im Essbereich und der Jugendschatz meines Mannes stand zu Füßen auf dem Boden. Dabei handelte es sich um eine 3 Liter Asbach-Uralt-Flasche, die mein Mann vor gefühlten 40 Jahren, einem Kioskbesitzer abgeschwatzt hatte, seinen Schatz stolz nach Hause getragen hat und anschließend wurde die Flasche mit 1 Pfennig-Münzen gefüllt (für alle Spätgeborenen: Das noch zu DM-Zeiten).

Wie es nicht besser sein könnte, kam just in diesem Moment mein Schatz von seiner Dienstreise ziemlich verspätet nach Hause. Statt also einer angemessenen Begrüßung bekam er erstmal die Anweisung die Fellnasen von denunzähligen Glassplittern fernzuhalten. Während wir die gefühlten Tausende von Pfennigstücken auflasen und schön trennten, zwischen Glassplittern und den Münzen. Mein Mann stand derweil fassungslos da, sah auf die vorweihnachtliche Bescherung, bis der Missetäter jammerte: „Jetzt muss ich auch noch Blutzoll zahlen“. Da er sichan den Glasscherben verletzt und nun eine blutende Hand hatte.

Genau an dieser Stelle kam nun der Lavendel ins Spiel. Wie das in einem duftenden Haushalt so ist, greift man hier nicht zu kommerziellen Desinfektionsmitteln u.a., sondern nimmt die Angelegenheit mit Lavendelöl in die Hand. Erst wurde die Wunde ausgewaschen, damit noch kleinste Glassplitter entfernt werden konnten und anschließend wurde Lavendelöl pur und unverdünnt in die Schnittwunde getropft. Lavendel desinfiziert, bringt sofort den Heilverlauf in Gang und beruhigt die Nerven. Das konnte man schön beobachten, wie auf einmal alles ruhiger und gelassener wurde. War auf einmal alles nicht mehr so schlimm.

Und nachdem auch die Glassplitter vom Boden aufgesaugt waren, was soll ich sagen, also die superteure Alabaster-Duftlampe hat das mit einer kleinen Macke überlebt.

Lavendel sollte wirklich in keinem Haushalt fehlen!

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