Wermut - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name Artemisia Absinthum L.

Familie Asteraceae - Korbblütengewächse

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, ätherische Öle und Gerbstoffe.

Die Pflanze

Der Wermut ist ein Busch, der bis zu 1 m hoch werden kann. Man findet ihn an felsigen, sonnigen und trockenen Standorten, aber auch an Flussufern, Weinbergen, Wegrändern und Zäunen. Meist wird er mit dem Beifuß verwechselt, aber Wermut ist meist kleiner und er hat gelbe Blüten, während der Beifuß rötliche Blüten besitzt.

Die Blütezeit ist von Juni bis September. In dieser Zeit werden die oberen Triebspitzen geschnitten, gebündelt und zum Trocknen an der Luft mit der Blüte nach unten aufgehängt.

Der Wermut gedeiht über den ganzen Erdball verteilt, allerdings ist er nur noch selten in der Natur anzutreffen.

Von der Heilwirkung des Wermuts

Er ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden sowie zur Appetitanregung. Dafür verwendet man ihn als Tee oder Tinktur, allerdings ist ein Wermuttee sehr bitter. Selbst der Versuch ihn mit Zucker oder Honig schmackhafter zu machen ist zwecklos, denn durch Süßen wird die Wirksamkeit des Tees beeinträchtigt. Menschen, die an der Galle sehr empfindlich sind, können bereits mit 1 Tasse Wermuttee pro Tag prophylaktisch den Beschwerden entgegenwirken und auch Diätsünden ausgleichen.

In Erkältungs- und Grippezeiten kann ein Wermuttee die Krankheitsdauer verkürzen und das Wohlbefinden steigern. Ebenso werden die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert.

Wermuttee bereitet man aus 1 TL geschnittenem und getrocknetem Wermutkraut, das man mit 1/4 l kochendem Wasser überbrüht und nach 10 Minuten abseiht.

Wermut darf nicht überdosiert werden und ist für Schwangere absolut verboten, da er Fehlgeburten auslösen kann! In früheren Zeiten war Wermut ein illegales Abtreibungsmittel.

Als Gewürz wird der Wermut ebenso verwendet wie der Beifuß, da beide durch ihre Bitterstoffe alle fetten Speisen verträglicher machen.

In Verruf gekommen ist er durch das Kultgetränk "Absinth" (die grüne Fee), ein Modegetränk aus dem 19. Jahrhundert, das als Rauschdroge zu fürchterlichen Nebenwirkungen, wie Gehirnschäden führte und als illegales Abtreibungsmittel verwendet wurde. Das Destillieren von Absinth wurde 1923 in Deutschland verboten. Die heutigen Absinth Getränke, die wieder in unterschiedlicher Form angeboten werden, haben einen wesentlich geringeren Thujonanteil, als die ursprünglichen Rezepturen und dürfen deshalb wiederverkauft werden. Echten Absinth gibt es legal in Tschechien und Slowenien im Handel.

Wermut zum Räuchern

Wermut kann einzeln ebenso gut verräuchert werden, wie in Räuchermischungen. Sein warmer und würziger Rauch versetzt uns in eine euphorische und träumerische Stimmung, die uns sanft aus seelischen Tieflagen ziehen kann. Dabei klärt er die Emotionen und sensibilisiert den Geist, so dass wir unsere Situation ohne Urteil und Schuldgefühle betrachten können. So lässt er als kleiner Seelenbalsam Trost, Zuversicht, aber auch Tatkraft und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten finden.

Da er eine bewusstseinserweiternde Räucherpflanze ist, hat Wermut eine besondere Wirkung auf unseren Geist. Sein Rauch unterstützt die Intuition, Klarheit und Einsicht in viele Begebenheiten und kann Hellsichtigkeit und Visionen fördern. Gerade für Orakelmischungen, in denen wir uns gerne "selbst" befragen und hinterfragen, kann man ihn sehr gut verwenden. In Mexico werden die getrockneten Wermutblätter als Marihuana-Ersatz geraucht.

In Schutzräucherungen gehört der Wermut zu den Helfern, die unsere emotionale Stärke hervorheben und so einen Schutz vor Neid und Missgunst anderer Menschen bieten. Eine Schutzräucherung kann wirkungsvolle positive Kräfte gegen kraftraubende Situationen, z.B. am Arbeitsplatz, übellaunige Menschen, emotionale Verstrickungen, aber auch gegen uns gerichtete negative Energien aufbauen.

Astrologische Zuordnung

Wermut gehört zu den Räucherpflanzen des Saturns. Er unterstützt unser Sicherheitsdenken, Disziplin, Perfektion, Kritikfähigkeit, die Übernahme von Verantwortung und somit ist er unser "Rückgrat". Saturn ist das Symbol für die Regeln und Gesetze, die das Miteinander bestimmen, aber auch die innere Distanz, mit der wir uns Grenzen setzen und Struktur und Disziplin verlangen. Er fordert uns auf Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und auf unser Ziel hinzuarbeiten. Aber Saturn lässt auch in andere Welten, unserer inneren Welt und der kosmischen Welt zu schauen. Eine Saturnräucherung kann dazu beitragen, dass wir unsere Perfektionsansprüche abbauen, Pflicht und Verantwortung als Teil unseres Lebens akzeptieren, aber auch unsere Blockaden erkennen.

Die Zuordnung des Wermuts im Tierkreiszeichen ist der Steinbock. Menschen dieses Zeichens stehen mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität, sind ausdauernd, sachlich, klar, gradlinig und geduldig. Sie übernehmen Verantwortung, stellen sich den Herausforderungen und gehen Schritt für Schritt auf ihr Ziel zu. Dabei wissen sie schon früh, was sie im Leben erreichen wollen. Und so kann eine Steinbockräucherung dazu beitragen, dass wir den roten Faden in unserem Leben erkennen und die Schritte, die dazu nötig sind, um unsere großen Ziele im Leben zu erreichen.

Rituelle Anwendung

Wermut ist eine sehr alte Heil- und magische Pflanze, die bereits in der Antike Verwendung fand. Als Wiegenkraut wurde es kleinen Kindern in die Wiege gelegt, um sie vor Zauberei zu schützen und ihnen in einen tiefen Schlaf zu verhelfen. Sein Rauch hielt die Dämonen und Teufel vom Kind fern.

Vor allem in den Rauhnächten räucherte man die Viehställe mit Wermut aus, um das Vieh vor Hexerei und Zauberei zu schützen. Er gehört zu den Beschreikräutern, die Schutz vor schwarzer Magie bieten und war schon immer eine Pflanze des Weihkräuterbuschen.

Im Altertum war er der Göttin Artemis geweiht, daher stammt auch sein botanischer Name "Artemisia". Sie ist die Herrin der wilden Tiere, die ungebundene Jägerin, die jenseits der schützenden Mauern der Zivilisation in der Wildnis ihr Unwesen treibt. Außerdem ist sie die Schutzgöttin der Geburt und der Hebammen. So wurden ihr zu Ehren im Frühjahr zu Vollmond ekstatische Mysterien- und Fruchtbarkeitsriten abgehalten. Dabei wurde die Göttin in Form von Wermut und Beifuß symbolisch verspeist.

Sehr große Bedeutung hat der Wermut in Liebesangelegenheiten. Dabei wurde er im Mittelalter als magisches Schutzmittel vor angehexter Impotenz verwendet. Er ist sehr tröstlich bei Liebeskummer und hilft, den Weltschmerz besser zu verarbeiten. In aphrodisischen Mischungen dagegen euphorisiert er und lässt in sinnliche Welten entführen.

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