Drachenblut - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name Daemenorops draco B.L.

Familie Palmaeceae - Palmengewächse

Inhaltsstoffe

Das rote Harz besteht aus einem Estergemisch der Benzoe- und Benzylessigsäure.

Die Pflanze

Das dunkelrote Harz wird aus den Früchten der in Afrika, Asien, Mittelamerika und Australien vorkommenden Palmenarten gewonnen. Die botanische Identität des Drachenblutbaumes war lange Zeit ungeklärt, heute versteht man darunter verschiedene Palmenarten von unterschiedlichen Pflanzenfamilien.

Es ist auch unter den Namen Rotangharz, Palmdrachenblut oder indisches Zinnober bekannt.

Heilwirkungen des Drachenblutes

Drachenblut war früher ein Mittel bei Durchfall und als Zutat bei Mundschleimhautentzündungen. Heute wird es noch gelegentlich zum Färben von Zahnpulvern verwendet.

Drachenblut zum Räuchern

Drachenblut wird in Mischungen verwendet, da es als Einzelräucherung einen zu starken, dunklen Rauch verursacht. Das Harz duftet beim Verräuchern würzig, herb, harzig und sehr intensiv.

Es stärkt die Widerstandskräfte, den Mut und die Entschlossenheit, um anstehende Entscheidungen zu treffen. Das Selbstvertrauen wird gefördert und die Ausstrahlung der Persönlichkeit verstärkt.

Drachenblut ist ein magisches Räucherharz, mit dem man die innersten Kräfte, Rituale und Handlungen unterstützt. In früheren Zeiten war es üblich Rituale mit Beschwörungen, Handlungen und Zauberformeln einen großen Rahmen zu geben und damit das Ganze zu etwas Besonderem werden zu lassen. Magie dient dem Zweck, einen Wunsch zu erfüllen, etwas zu erbitten und in der Realität greifbar manifestieren zu lassen. Hier geht es darum Dinge zum Wohle aller Menschen Wirklichkeit werden zu lassen. Nur die schwarze Magie versucht mit Manipulation zu arbeiten, mit bösen Wünschen oder Handlungen, die gegen andere gerichtet sind. "Weiße Magie" wird auch heute noch im Mentaltraining oder NLP gelehrt, wo es um die Wunscherfüllung zum Wohl der Allgemeinheit geht.

Ebenso ist es ein ganz starkes Schutzmittel vor allen negativen Einflüssen, das unsere Achtsamkeit stärkt und auch vor Unfällen schützen kann. In alten Zeiten wurde es gegen schwarze Magie, böse Geistern, Neid und Missgunst verräuchert. Auch heute noch ist eine Schutzräucherung sehr wirkungsvoll um positive Kräfte gegen kraftraubende Situationen, z.B. am Arbeitsplatz, übellaunige Menschen, emotionale Verstrickungen, aber auch gegen uns gerichtete negative Energien aufzubauen. Aber auch um die Räume von negativen Energien zu reinigen, eignet es sich sehr gut.

Dabei hilft Drachenblut unsere "Schmerzgrenze" besser kennenzulernen, so dass wir uns in vielen Situationen und bei störenden Einflüssen besser nach außen abgrenzen können.

In vielen Situationen bekommen wir die hilfreiche Unterstützung von Menschen, die wir nicht einmal kennen oder vielleicht nie mehr wiedersehen. Hier können wir mit einer Dankesräucherung einen positiven Ausgleich schaffen, indem wir unseren Helfern liebevolle Gedanken und Energien schicken und diese dem Rauch übergeben. Das Drachenblut unterstützt mit seinem kraftvollen Rauch diese positiven Gedanken und gibt uns die Kraft, die Dinge so anzunehmen, wie sie eben sind.

Astrologische Zuordnung

Drachenblut gehört zu den Räucherpflanzen des Saturns. Sie unterstützen unser Sicherheitsdenken, Disziplin, Perfektion, Kritikfähigkeit, die Übernahme von Verantwortung und somit ist er unser "Rückgrat". Saturn ist das Symbol für die Regeln und Gesetze, die das Miteinander bestimmen, aber auch die innere Distanz, mit der wir uns Grenzen setzen und Struktur und Disziplin verlangen. Er fordert uns auf Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und auf unser Ziel hinzuarbeiten. Aber Saturn lässt auch in andere Welten, unsere innere, auch die kosmische Welt schauen. Eine Saturnräucherung kann dazu beitragen, dass wir unsere Perfektionsansprüche abbauen, Pflicht und Verantwortung als Teil unseres Lebens akzeptieren, aber auch unsere Blockaden erkennen.

Die Zuordnung des Drachenbluts im Tierkreiszeichen ist der Skorpion. Menschen dieses Zeichens sind sehr leidenschaftlich, ausdauernd, unergründlich und leben ihr Leben sehr intensiv. Sie blicken hinter die Dinge, sind in Krisenzeiten aktiv und sind an allem Geheimnisvollem und Magischem interessiert. Dabei kennen sie keine Tabus oder Kompromisse, sondern gehen ihren Weg und vertreten ihre Meinung, auch wenn sie andere dadurch provozieren. Und so kann eine Skorpionräucherung dazu beitragen, dass wir uns auf unser Leben wieder einlassen, intensivere Beziehungen aufbauen können, mutig in Krisenzeiten bestehen können und uns die magischen Welten erschließen können.

Rituelle Anwendung

Früher glaubte man, dass Drachenblut tatsächlich Blut sei und von sterbenden Drachen stammte. So schreibt Christian Rätsch in seinem Buch "Räucherstoffe - Der Atem des Drachen" (Seite 69): "Bei Drachenblut denkt man sofort an die germanische Mythologie um den Drachentöter Siegfried. Als der angstfreie Held den Schätze hütenden Drachen Fafner erlegt hatte, badete er in dessen heraussprudelndem Blut. Das Drachenblut verlieh ihm die berühmte Unverwundbarkeit.

Als die Europäer der frühen Neuzeit, also wenige Jahrhunderte nach der mytho-historischen Begebenheit, mit den exotischen Drachenblutbäumen in Berührung kamen, hielten sie den besonderen Saft, der aus den Wunden des Stammes hervorquoll und von den Blüten tropfte, für ebenso magisch und zauberkräftig, wie das Drachenblut aus der heimischen Sage."

Aber auch in Südamerika gibt es Croton-Arten (Wolfsmilchgewächse), die einen ebenso roten Saft produzieren und der dort ebenso als Drachenblut bekannt ist. Christian Rätsch beschreibt dies in seinem Buch "Räucherstoffe - Atem des Drachen" (Seite 70) so: "Dem in Guatemala lebenden Hochmayavolk Quiché ist dieser Baum heilig, denn er spielt in ihrer mystischen Schöpfungsgeschichte eine wichtige Rolle. Der Saft dieses Baumes, der auch Quiché "chuh cakché" (schäumender Feuerbaum) heißt, diente schon früher als Ersatz für echte Blutopfer. Noch heute verwenden die Quiché den eingedickten, blutroten Latex als rituelles Räuchermittel. Ihre Götter, die sich so gerne am Blut von geopferten Menschen berauschen, halten den aufsteigenden Rauch für Menschenblut und geben sich damit zufrieden."

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