Satureja – das bin ich – Gabriela Stark Aromakologin – ich schreibe authentisch mit viel Kompetenz, mit meinen Erfahrungen, Wissen, spirituellen und schamanischen Erkenntnissen.

Was ich abgrundtief hasse, ist copy and paste von Menschen, die aus Raff- und Habgier für ihren Profit, Ansehen oder Gewinnmaximierung meine Texte klauen. Wenn Ihr meine Texte teilt – nennt meinen Namen und setzt eine Verlinkung – wenn Ihr das aus Raff- und Habgier nicht wollt, lasst Eure Finger von meinem geistigen Eigentum!

Die Räucherpublikation Sandarak habe ich im April 2001 geschrieben und im Internet am 01.01.2003 auf www.satureja.de veröffentlicht. Komplett überarbeitet und am 31.08.2023 veröffentlicht.

Sandarak – der Mythos der Circe

Botanischer Name:

Tetraclinis articulata

Thuja articulata - Synonym

Familie: Cupressaceae – Zypressengewächse

Pflanzenteil: Harz

Kulturkreis: Afrika, Europa, antike Zentren

Element: Erde / Wasser

Inhaltsstoffe

Flüchtige Verbindungen 56 %, Flavonoide 11 %, Phenolsäuren, Phytosterole und Fettsäuren

Etwas Botanik

Der Baum ist fest mit dem Atlasgebirge verwebt, das sich 2.500 km – solange ist das Atlasgebirge – von Marokko über Algerien bis nach Tunesien zieht und die natürliche Barriere zwischen dem Atlantik und der Sahara bildet. Der Baum selbst hat es bis nach Libyen geschafft und findet sich natürlich auch im südlichsten Spanien wieder.

Es ist spannend, denn in den alten Büchern über Pflanzen zum Räuchern oder Geschichtsbüchern findet man über die Gliederzypresse so gut wie gar nichts und in den letzten paar Jahren ist der Wissenstand geradezu explodiert. Wusstet Ihr, dass die Gliederzypresse der Nationalbaum von Malta ist? Wie immer, wenn von Nationalbäumen die Rede ist, dann finden sich immer nur noch ganz wenige Exemplare davon. In Malta sind es nur noch 100 wildwachsende Bäume. Nur hier und in Spanien ist die Gliederzypresse als gefährdeter Baumbestand eingestuft.

Die Gliederzypresse benötigt ein heißes und trockenes Wüstenklima, das sich im Atlasgebirge findet. Sie wächst zum rauen Atlantik hin bis in Höhen von 1.300 m, zur warmen Sahara-Seite fühlt sie sich bis zu 1.800 Höhenmetern wohl.

Sandarak in der Heilkunde

Lange Zeit wurde Sandarak nur in seinem begrenzten Wachstumsgebiet in der Volksmedizin eingesetzt. Mittlerweile findet man im Pubmed 45 Studien über ätherisches Öl, Harz, Blätter, Zapfen, Rinde und Wurzeln, die das enorme Potential des Baumes auflisten. Interessant ist vor allem eine ethnobotanische Studie, die vor allem auf die vielseitige Verwendung des Harzes und Holzes hinweist. Die 30seitige Studie kann hier, auch als PDF, gelesen werden: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36133819/

Das Räuchern mit Sandarak

Sandarak läuft ja immer so mit, als das kleine gewisse Etwas in einer Mischung oder mal so nebenbei. Meistens werden noch die Geschichten erzählt, dass mit Sandarak andere Pflanzenspirits gestreckt wurden. Immer unter dem Deckmäntelchen der Beliebigkeit – Sandarak – doch ja, warum auch nicht. Viele kennen das Sandarak auch gar nicht und haben den Duft noch nie erlebt. Da stehen Weihrauch und Myrrhe in der Beliebtheitsskala viel weiter oben.

Dabei ist Sandarak ein so schöner Genuss. Ich habe kaum ein Harz erlebt, das für mich einen so schönen Zugang zu allen Naturwesenheiten gibt. Vielleicht liegt der Ursprung hier im Atlasgebirge. Das Atlasgebirge ist die Trennung der europäischen Welt und der afrikanischen Welt, es trennt Atlantik und Mittelmeer vor den Weiten und der Gluthitze der Sahara. Somit hat es von beiden Welten etwas. Oder es ist der Mittler beider Welten.

Das spiegelt sich sowohl in der Pflanzen- und Tierwelt. Auf der europäischen Seite präsentiert sich das Atlasgebirge grün mit wilden Olivenbäumen, Korkeichen, Atlaszedern, Arganbäume, Kiefern- und Wacholdergewächse und mit einem mediterranen Klima, wo Thymian, Rosmarin und Beifuß wachsen. Auf der Sahara gelegenen Seite finden sich Kakteen, Palmenoasen und Dattelpalmen. Getrennt werden die beiden Klimazonen durch die schneebedeckten Gipfel, die bis zu 4.167 Meter in den Himmel ragen. Ebenso in der Tierwelt, wo sich die mythischen Tiere vom Steinadler bis zum Delphin antreffen lassen, und auf der Wüstenseite finden sich Kamel, Gazellen, Hyänen, Schlangen und auch Skorpione.

Es ist der Spirit einer ganzen komplexen Welt, die sich auf noch auf den Mythos des Atlas beruft. Atlas, das war der Titan, der das Himmelsgewölbe trägt, damit es die Erde nicht zerstört. Er ist das zu Stein gewordene Gebirge, wo sich die Welten verschmelzen und doch trennen. Der Himmel und die Erde und zwei unterschiedliche Klimazonen, die nicht unterschiedlicher sein können.

Sandarak katapultiert uns in diese zwei Welten, so ganz nach dem hermetischen Prinzip – wie unten, so oben. Es lässt uns Gegensätze erleben, Widerstände überwinden und uns in vielen Situationen zurechtfinden. Sandarak lässt uns in den unendlichen Weiten des Universums träumend verlieren oder auf der Erde, egal in welcher Situation, den Boden unter den Füßen wiederfinden.

Es bringt uns in die Kreativität, Schöpferkraft und lässt uns Vision finden, wie es uns in die Realität und in die Bodenständigkeit bringt, um unseren Aufgaben gerecht zu werden und kreative Lösungen zu finden.

Sandarak ist so viel mehr – als nur mal beigemischt. Entdeckt es einfach mal ganz bewusst.

Die Energie des Sandaraks

Sandarak gehört zu den Pflanzenspirits, die wir komplett neu entdecken müssen. Es war eines der wichtigsten Räucherharze der Antike, bis es in mittelalterlichen Zeiten aus dem Gedächtnis der Menschen verschwand.

Genau an dieser Stelle kommt Plinius (75. n. Chr.) ins Spiel, der schrieb, dass die Sandarakwälder im Atlasgebirge fast vollständig ausgebeutet sind. Damit war dann auch das Harz nicht mehr in der Menge verfügbar, selbst zu Plinius Zeiten. Plinius selbst stellte Überlegungen an, ob mehr Holz oder Harz des Sandaraks zu Homers Zeiten – also nochmal 600 Jahre zurück – verräuchert wurden. Für Homer war Sandarak fest mit der griechischen Götterwelt verbunden. Es war für ihn der Wohlgeruch, der von niemand anderem als Circe verräuchert wurde. Jener Circe oder Kirke, die in seinem Epos Odyssee den Held Odysseus über ein Jahr auf ihrer Insel gefangen hielt.

Sandarak - der Duft der Circe

Es passt einfach. Auf den Spuren von Homer gelangen wir zu den tiefen Spirits des Sandaraks. Es geht um Vergebung, Einsamkeit, die Wiederentdeckung des eigenen Spirits und das über sich hinauswachsen. Es geht um Kreativität, Schöpferkraft und das Entdecken unserer Potenziale, Ideale und Überzeugungen, die vielleicht noch tief schlafen, vielleicht schon etwas sichtbar sind oder noch vielfältiger in die Welt kommen dürfen.

Circe wurde von der Götterwelt in die Einsamkeit der Insel Aiaia verbannt. Erst dort entdeckte sie ihre Zauberkräfte und die Welt der Magie. Entdeckte die Pflanzenspirits, die Geheimnisse der Natur und ihrer eigenen Natur. Sie schaffte Gutes, sie schaffte Negatives, eigentlich, was immer sie wollte und wie sich ihre Energie in der Isolation gerade anstaute. Sie wandelte zwischen der Götterwelt und den Menschen und die Insel, auf der sie lebte, war ihr Zuhause, dass sie als Heim und Rückzugsort ihrer Seele sah und so Widerstand, Kampf organisierte oder sich einfach im Paradies entspannte.

So gesehen trägt die Geschichte der Circe auch die Energie des Sandaraks. Mit seinem Duft können wir tief in uns, unsere Talente erkennen, was wir überhaupt erschaffen können und viele Geheimnisse unseres Lebens ins Licht bringen. Sandarak trägt diesen Mythos als Pflanzenspirit und wenn ihr ihn bewusst als Reisepflanze in eure inneren Welten einsetzt, findet ihr den Zugang zu euren Potenzialen und Schöpferkraft, die euch weiterbringen und eure Bestimmung oder Schicksal finden lassen.

Es ist auch genau der Grund, warum Sandarak so oft nebenbei und vor allem so vielfältig eingesetzt wird.

Ein wunderbares Buch über die Circe, die so meist nur als „negative Hexe“ wahrgenommen wird, hat Madeline Miller geschrieben: Ich bin Circe – eine rebellische Neuerzählung des Mythos um die griechische Göttin Circe.

Sandarak in der Praxis

Sandarak duftet fein balsamisch und mit einer leichten fruchtigen Note. Seit Jahrtausenden wird der Rauch der Gliederzypresse verwendet, um uns zu entspannen. Wenn der Tag also nervig, extrem stressig oder mit viel Diskussionen, Reibereien und Streitereien uns aufgebracht hat, schafft Sandarak es das vegetative Nervensystem zu beruhigen und auch in solchen Zeiten die Schlafprobleme zu mindern und gut ins Reich der Träume zu kommen.

Ebenso in Zeiten, wo sich die Seele verliert, einsam fühlt oder nicht weiß, wie es noch weitergehen soll. Sandarak gibt Inspiration, beruhigt und lässt uns auch hier weiterkommen.

Ebenso könnt ihr in Grippe- und Erkältungszeiten euch vor Ansteckung schützen und die Räume von belastenden Keimen reinigen. In der oben verlinkten Studie findet ihr bestimmt noch mehr Einsatzgebiete, um eure Gesundheit zu fördern und zu schützen.

Ein Harz, was eine so entspannende Wirkung hat, lässt nicht nur leichter in Meditation und Vision kommen, sondern gibt auch dem Liebesleben eine Chance. Gerade das Sandarak hat einen so sinnlichen Duft, der mit Muskat, Rose, Jasmin, Sandelholz vermischt – also anderen sinnlichen Räucherpflanzen – wunderbare orientalische Dufterlebnisse aus 1001 Nacht zaubert.

Sandarak in der Mystik, Legende, Ritual und Geschichte

Sein Holz hat zu seinem Raubbau beigetragen. Im römischen Reich war die Gliederzypresse nicht nur als Bauholz begehrt, vor allem aus dem schön gemaserten Wurzelholz entstanden wertvolle Tische für die Superreichen der antiken Zeit. Übersetzt in unsere Zeit müsste heute ein superreicher Mensch für einen Tisch aus dem Wurzelholz der Gliederzypresse mal so den Preis einer Superyacht hinblättern.

Die berühmten Maler vergangener Zeiten, darunter im 16. Jahrhundert Tizian, verwendeten Sandarakharz als Firnis der Leinwand, auf die dann gemalt wurde und im Geigenbau wird es bis heute als Lack eingesetzt.

Erst heute entdecken wir Sandarak auch als probates medizinisches Mittel wieder. Und ein ätherisches Öl, wie in der verlinkten Studie beschrieben, habe ich auch noch nie gerochen oder gesehen.

Sandarak in der astrologischen Zuordnung

Die Zuordnung des Sandaraks im Tierkreiszeichen ist der Wassermann. Menschen dieses Zeichens sind die unkonventionellen Individualisten, die ihre eigenen Wege gehen ohne sich um konventionelle Regeln, Umgangsformen und Hierarchien zu kümmern. Sie stecken voller Talente, Visionen und Ideen und ihre Freiheit bedeutet ihnen alles. Und so kann eine Wassermannräucherung dazu beitragen, dass wir selbst für verfahrene Situationen noch eine geniale Lösung finden, uns aus vielen selbstgemachten Regeln und Abmachungen befreien können und das Neuland vor uns mit neuen Augen sehen können.

Sandarak gehört zu den Räucherpflanzen des Merkurs. Er unterstützt unsere logischen und analytischen Fähigkeiten, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen und verbindet uns mit den Kräften des Merkur. Der Merkur steht für das Denken, Kommunizieren mit anderen und das Lernen von neuen Fähigkeiten. Er ist das Symbol für den Verstand, die Vernunft, den Intellekt und die Logik. Nicht umsonst war Merkur in der griechischen Mythologie der Götterbote, der Botschaften zwischen den Göttern und Menschen vermittelte. Eine Merkurräucherung kann dazu beitragen, dass wir uns besser mit unseren Mitmenschen verständigen können, sachlicher argumentieren und unser Gelerntes zielsicher einsetzen können.

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