Satureja – das bin ich – Gabriela Stark Aromakologin – ich schreibe authentisch mit viel Kompetenz, mit meinen Erfahrungen, Wissen, spirituellen und schamanischen Erkenntnissen.

Was ich abgrundtief hasse, ist copy and paste von Menschen, die aus Raff- und Habgier für ihren Profit, Ansehen oder Gewinnmaximierung meine Texte klauen. Wenn Ihr meine Texte teilt – nennt meinen Namen und setzt eine Verlinkung – wenn Ihr das aus Raff- und Habgier nicht wollt, lasst Eure Finger von meinem geistigen Eigentum!

Die Räucherpublikation Kampher habe ich im Juni 2004 geschrieben und im Internet am 01.10.2006 auf www.satureja.de veröffentlicht. Komplett überarbeitet und am 06.07.2023 veröffentlicht.

Kampfer - die schamanische Reisepflanze

Botanischer Name Cinnamomum camphora

Familie Lauraceae - Lorbeergewächse

Pflanzenteil Holz

Kulturkreis China, Japan, Nepal, Tibet und Indien

Element Luft / Feuer

Inhaltsstoffe

Wie beim Patchouli wissen wir, dass wir nichts wissen. In einer Studie aus dem Jahr 2022 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35566046/) wird angeführt, dass ätherisches Kampferöl zwar gut untersucht ist, dennoch wenig bekannt ist, wie der Teil der Gewinnung und Trennung des weißen Kampferpulvers so genau einhergeht. Auch die Inhaltsstoffe sind immer noch nicht vollständig erforscht. Das weiße Pulver entsteht bei der Holzdestillation. Das ätherische Öl habe ich in der Enzyklopädie der Düfte beschrieben.

Etwas Botanik

Kampfer ist ein imposanter Baum, der sehr knorrig wächst und in Indien, China und Taiwan heimisch ist. In seiner Heimat wird er bis 50 Meter hoch und ein Stammdurchmesser von 5 Metern ist auch keine Seltenheit. Kampfer wird in Plantagen angebaut.

Kampfer in anderen Klimazonen anzubauen, hat nicht so funktioniert, nicht weil der Baum dort nicht wächst, sondern komplett andere Inhaltsstoffe ausbildet. Darüber könnt ihr im Blog hier nachlesen. Wenn ihr also vom Ravintsara oder dem Ho-Baum lest oder den Duft zu Hause habt, dann habt ihr den Kampferbaum, der „nur“ in einer anderen Klimazone gewachsen ist.

In Gärtnereien bekommt er ihn für Kübelhaltung auf Balkon, Terrasse und Garten. Er verträgt nur geringen Frost und sollte hell überwintert werden. Wunderbar, wenn er in einem Wintergarten steht. Er lässt sich problemlos durch Wurzel- und Rückschnitt kleinhalten. Habt ihr ihn im Topf zui Hause, könnt ihr alles von ihm verräuchern – also Blatt, Rinde, Zweige, Holz und die Wurzeln, die seine Inhaltsstoffe ebenso aufweisen.

Der Borneo-Kampfer stammt von einer ganz anderen Pflanze (Dryobalanops aromatica) ab, die auch zu einer anderen Pflanzenfamilie gehört. Aus dem Holz wird der Duftstoff Borneol destilliert.

Kampfer in der Heilkunde

Wenn wir heute an Kampfer denken, fallen uns vielzählige medizinische Präparate ein. Kampfer als Heilmittel in Europa geht auf das 9. Jahrhundert zurück, als die Medizinschule von Salerno den Kampfer der Materia Medica zufügte. Seitdem ist Kampfer in allen medizinischen Arzneibüchern fester Bestandteil der pflanzlichen Heilmittel. Besonders für Präparate in Erkältungsprodukten hat er seinen festen Platz gefunden.

Die Kommission E ist eine Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel, die bis 1994 dem Bundesgesundheitsamt unterstellt war und heute das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bei der Neuzulassung pflanzlicher Präparate berät. Dabei empfiehlt die Kommission E den Kampfer in der äußeren Anwendung bei Muskelrheumatismus, Herzbeschwerden und in der inneren Anwendung bei hypotonen Kreislaufregulationsstörungen. Innerlich und äußerlich angewendet bei Katarrhen der Luftwege.

Was eigentlich gut klingt. Dennoch sind wir hier bereits bei den Vorsichtsmaßnahmen!

Achtung Aufpassen – Kampfer ist für Kinder unter sechs Jahren, Schwangeren und Epileptikern tabu! Sowohl als ätherisches Öl, wie auch die Räucherpflanze!

In dieser Personengruppe wird der Kampfer nicht angewendet. Ebenso sollten sensible Personen mit kleinster Dosierung reinspüren und es werden keine innerlichen Einnahmen gemacht!

Das Räuchern mit Kampfer

Den einen ist er olfaktorisch viel zu stark und die anderen können nicht genug von ihm bekommen. Wichtig ist eine niedrige Dosierung und noch wichtiger: Ihr solltet die Warnhinweise ernst nehmen.

Warum?

Kampfer gehört zu den bewusstseinserweiternden Pflanzen, sowohl als ätherisches Öl, wie auch die Räucherpflanze. Er ist eine starke Visionspflanze, die unseren Geist öffnet und in andere Welten trägt.

Er stimuliert Geist, Inspiration und Schöpferkraft und das sehr schnell. Sein Duft lenkt den Blick auf Dinge, die wir gerne übersehen, obwohl sie gerade sehr wichtig sind. Kampfer macht wach, beweglich und stärkt unser Lebensfeuer. Nicht umsonst gilt Kampfer als Duft der Konzentration, der uns Klarheit gibt, Durchhaltevermögen, wenn wir bis in die Nacht hineinarbeiten müssen oder wenn wir einen Energieschub benötigen.

Seine Wirkung auf Körper, Geist und Seele ist durchaus phänomenal. Der Körper wirkt angeregt, das bedeutet mehr Beweglichkeit und Überwindung von körperlicher Müdigkeit. Die Seele findet Stärke und Kraft, was gerade in Durchhaltezeiten wichtig ist und der Geist wird auf unglaubliche Weise aktiviert. Mit Kampfer könnt ihr nicht nur in Meditationen Trance und Vision erfahren, sondern in der täglichen Arbeit ebenso weiterkommen.

Neuanfänge, Kreativität, Ideenreichtum – dass alles, kann man mit Kampfer erlangen. Situationen komplett neu zu denken, das ist die Stärke des Kampfers. Er lässt zwischen den Welten wandern, den heiligen Raum erkunden und tief in Seelenebenen eintauchen. Eine geniale Kombination aus Kampfer und Kardamom nannte man in der chinesischen und japanischen Duftkultur – Drachengeist. Diese Räucherung – geht auch mit ätherischen Ölen im Diffuser – vertieft und verstärkt die Atmung und die Lebensenergie das Chi. Beide Düfte regen Geist und Herz an, Blockaden zu überwinden und unser Leben neu zu beleben und auszurichten.

Dennoch ist Vorsicht angeboten. Denn ein zu viel des Kampfers lässt euch nicht einschlafen und ihr werdet hippelig, fahrig und nervös. Kampfer ist ein Duft, der durchaus bewusst und achtsam eingesetzt werden sollte.

Die Energie des Kampfers

Kampfer gehört zu den Lieblingen des indischen Gottes Shiva, dem alle bewusstseinserweiternden Pflanzen unterstehen. Shiva ist der Zerstörer der geltenden Ordnung, Regeln, Verblendungen und was man halt auch immer so getan ist, wie man es seit Urzeiten tut. Wer bereits Erfahrung mit dem Duft des Kampfers gemacht hat, kann das nachvollziehen. Kampfer gibt Klarheit, Wachheit und bringt unseren Geist so auf Touren, dass man, dass, was man immer schon so gemacht hat, einfach mal hinter sich lassen kann.

Der Begriff des Prana umfasst die kosmische Lebensenergie – das Chi, das Charisma, vor allem die Lebenskräfte und das Lebensfeuer. Mit Kampfer harmonisieren und reinigen wir Körper, Geist und Seele, also den gesamten Menschen und nicht nur einen Teil davon. Kampfer gehört zu den Verstärkern des Prana, dass nicht nur der Seele Klarheit gibt, sondern auch alles Negative fernhält. Aus diesem Verständnis heraus wird klar, warum Kampfer zu den Düften gehört, mit denen wir wirkungsvoll wirklich alles Negative bannen können.

Dabei unterstützt er eine schwache Seele stark zu werden, Seelenanteile rückzuholen und zusammen zu führen, was getrennt war und das Lebensfeuer zu stärken. Kampfer symbolisiert unsere Lebenszeit, die eigene Vergänglichkeit und macht uns bewusst, wie kostbar das Leben ist.

In den Duftkulturen China, Japan, Nepal, Tibet und Indien gehört er zu den wichtigsten Düften mit der wir unser Bewusstsein auf die nächste Ebene transformieren können. In all diesen schamanischen Ursprüngen gilt Kampfer als spirituelle und bewusstseinserweiternde Reisepflanze, um sich mit seinen hilfreichen Geistwesen zu verbinden und sicherer in der Anderswelt zu sein.

Kampfer in der Praxis

Meditation bis Trance ist seine große Stärke. Egal, ob in Gruppenmeditationen (hier müsst ihr nur aufpassen, dass alle den Kampfer vom Duft auch mögen und vor allem keine Schwangeren dabei sind) bis zur Einzelsitzung oder zu Hause – mit ihm könnt ihr euch versenken und euer Bewusstsein erweitern.

Kampfer zwischendurch räuchern oder in den Diffuser beim Arbeitsalltag, wenn ihr feststeckt, einfach nur durchhalten oder nachts arbeiten müsst. Oder ihr besondere Wachheit und Konzentration für eine Arbeitsaufgabe benötigt.

Ganz klar zur Raum- und Atmosphärenreinigung ist er ganz starkes Schutzmittel vor allen negativen Einflüssen. Sein Rauch reinigt sehr stark die Luft in unseren Räumen und schafft eine klare und wache Atmosphäre. Zum Reinigen von Wohnungen und Häusern, die entweder sehr alt oder eine entsprechende Geschichte aufweisen, kann er den „Mief von Jahrhunderten“ beseitigen und den Genius Loci – den Geist des Ortes – besänftigen.

Kampfer in der Mystik, Legende, Ritual und Geschichte

Liest man sich in die Duftgeschichte des Kampfers ein, landet man bei Geschichten um Shiva. In der Duftkultur Japans gehört er wie beim tibetanischen Tantra zu den wichtigsten Pflanzen. Immer geht es um Bewusst-sein, Bewusst-werdung, Heilung, der spirituellen Reinigung und um den Geist schamanisch reisen zu lassen.

Ein interessanter Aspekt findet sich im Buch „Schamanismus und Tantra in Nepal“ von Christian Rätsch, Claudia Müller-Ebeling und Surendra Behadur-Shahi, Seite 153: „Wenn jemand krank ist und niemand, das heißt kein Schamane, Tantrika oder Lama anwesend ist, der ein Mantra zur Heilung kennt, kann man einen Schnipsel des Kampferholzes abbrennen und dazu für den Kranken beten.“

Es ist die große spirituelle und schamanische Kraft mit dem der Kampfer angewendet wird und auch wirkt.

Kampfer in der astrologischen Zuordnung

Kampfer gehört zu den Räucherpflanzen des Saturns. Er unterstützt unser Sicherheitsdenken, Disziplin, Perfektion, Kritikfähigkeit, die Übernahme von Verantwortung und somit ist er unser „Rückgrat“. Saturn ist das Symbol für die Regeln und Gesetze, die das Miteinander bestimmen, aber auch die innere Distanz, mit der wir uns Grenzen setzen und Struktur und Disziplin verlangen. Er fordert uns auf, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und auf unser Ziel hinzuarbeiten. Aber Saturn lässt auch in andere Welten, unsere innere Welt und die kosmische Welt schauen. Eine Saturnräucherung kann dazu beitragen, dass wir unsere Perfektionsansprüche abbauen, Pflicht und Verantwortung als Teil unseres Lebens akzeptieren, aber auch unsere Blockaden erkennen.

Die Zuordnung des Kampfers im Tierkreiszeichen ist der Steinbock. Menschen dieses Zeichens stehen mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität, sind ausdauernd, sachlich, klar, gradlinig und geduldig. Sie übernehmen Verantwortung, stellen sich den Herausforderungen und gehen Schritt für Schritt auf ihr Ziel zu. Dabei wissen sie schon früh, was sie im Leben erreichen wollen. Und so kann eine Steinbockräucherung dazu beitragen, dass wir den roten Faden in unserem Leben erkennen und die Schritte, die dazu nötig sind, um unsere großen Ziele im Leben zu erreichen.

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