Zeder - Räucherpflanze und Anwendung

Botanischer Name

Cedrus atlantica (Atlaszeder)

Cedrus libani (Libanon Zeder)

Cedrus deodora (Himalaya Zeder)

Cedrus previfolia (Zypern Zeder)

Familie Pinaceae - Kieferngewächse

Inhaltsstoffe

Harz, Gerbstoffe, ätherisches Öl. Das ätherische Zedernöl besteht aus Sesquiterpenen, Sesquiterpenolen, Sesquiterpenketonen und Oxiden.

Die Pflanze

Wichtig beim Einkauf von Zedernholz ist die botanische Bezeichnung. Cedrus atlantica ist die Atlaszeder, Cedrus deodora ist die Himalaya Zeder und Cedrus previfolia die Zypern Zeder. In manchen Läden geistert noch eine Cedrus libani, die berühmte Libanon Zeder, herum. Leider ist die Libanon Zeder seit Jahrhunderten nicht mehr im Handel, da dieser Baumbestand im Libanongebirge nur noch 400 Zedernbäume enthält, die bis zu 2.500 Jahre alt sind und unter Naturschutz stehen.

Die nordamerikanischen Zedern sind keine Zedern im botanischen Sinne, sondern Wacholderarten. Die meisten Räucherstoffe im Handel stammen von der Juniperus virgiana - der Virginiazeder. Die Wacholderarten gehören zu den Zypressengewächsen.

Von der Heilwirkung der Zeder

Die Zeder ist aus der Phytotherapie nicht wegzudenken. Das ätherische Öl der Zeder hat ein vielseitiges Anwendungsspektrum, das auch in der ayurvedischen Heilkunde verwendet wird. Der Rauch der Zeder, wie das ätherische Öl unterstützen die Atmung und sind angezeigt bei allen Atemwegserkrankungen.

Zeder zum Räuchern

Zedernholz verströmt einen warmen, balsamischen Rauch. Zum Räuchern verwendet man das fein geraspelte Holz, Holzspäne, die Nadeln, das Harz und die Rinde.

Die Zeder gehört zu den biblischen Wohlgerüchen, die Geist und Seele harmonisieren und uns zu unserer inneren Kraftquelle führt. Mit Weihrauch und Myrrhe vermischt, lässt sie den Atem der Göttlichkeit erfahren. Die Zeder ist hier das Bindeglied, das mit Weihrauch die Atmung vertieft und zur Ruhe finden lässt, zusammen mit der Myrrhe gibt sie Erdung und Bodenhaftung. So lässt sich ein kraftvoller Schutz in stressigen und hektischen Zeiten aufbauen und stärkt unsere Anbindung an das Göttliche.

Sie ist der Duft, mit dem wir uns, wie der Baum selbst, in der Tiefe verwurzeln und gleichzeitig in den Himmel streben können. Ruhe, inneren Frieden, Gelassenheit und Harmonie, das strahlt ihr Rauch aus. Zeder verkörpert das hermetische Prinzip – wie oben so unten und vereint die vier Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer miteinander. Mit diesem Schutzprinzip kann uns so nichts mehr passieren. Ihr Duft lässt uns aus der Mitte heraus handeln und gibt Zuversicht, Würde, Stärke und Weisheit.

Zeder wirkt sehr entspannend und beruhigend auf unsere gereizten Nerven, harmonisiert Körper und Geist, lässt die Sinnlichkeit genießen und ist gerade für abendliche Räucherungen bestens geeignet. Ihr Rauch schafft eine Atmosphäre des Friedens und unterstützt auf dem Weg zur inneren Ruhe, Einkehr und Balance. Gerade in stressigen und hektischen Zeiten können wir innehalten und uns zentrieren und Kraft schöpfen.

Zeder ist eine schöne Zutat für eine Anrufungszeremonie, die uns helfen kann, Geist und Herz miteinander zu verbinden. Denn nicht immer ist das, was wir in unserer geistigen Klarheit für richtig erachten das, was unser Herz zum Singen bringt. Dann kommen wir in einen Zwiespalt, welcher Weg der richtige ist. Manchmal scheint auch kein Weg in Aussicht zu sein. Hier können wir uns mit unseren hilfreichen Geistern, Engeln oder Meistern, in einem Gebet oder einer Anrufung verbinden, um die Sprache unseres Herzens wieder zu verstehen und die Gefühle mit unserem Geist in Einklang zu bringen. Auch das Legen von Tarot- oder Engelkarten lässt sich in solchen Entscheidungssituationen unterstützen. Hinterher zeichnen sich dann meist neue Möglichkeiten ab, mit denen wir die momentan anliegenden Probleme besser bewältigen können.

In allen Kulturen opferte man zu religiösen Zwecken, um Menschen, Tieren und Göttern zu danken und um sie zu ehren. In einer kleinen Zeremonie kann man lieben Freunden lichtvolle Gedanken senden, sich bei fremden Menschen, die einem hilfreich zur Seite standen, bedanken oder einfach nur der Natur und des Lebens gedenken. Durch eine solche Opferräucherung mit Red Cedar schaffen wir einen energetischen Ausgleich für eine empfangene Gabe.

Astrologische Zuordnung

Sie gehört zu den Räucherpflanzen des Merkurs. Zeder unterstützt unsere logischen und analytischen Fähigkeiten, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen und verbindet uns mit den Kräften des Merkur. Der Merkur steht für das Denken, Kommunizieren mit anderen und das Lernen von neuen Fähigkeiten. Er ist das Symbol für den Verstand, die Vernunft, den Intellekt und die Logik. Nicht umsonst war Merkur in der griechischen Mythologie der Götterbote, der Botschaften zwischen den Göttern und Menschen vermittelte. Eine Merkurräucherung kann dazu beitragen, dass wir uns besser mit unseren Mitmenschen verständigen können, sachlicher argumentieren und unser Gelerntes zielsicher einsetzen können.

Die Zuordnung der Zeder im Tierkreiszeichen ist der Zwilling. Menschen dieses Zeichens leben im Hier und Jetzt und sind voller Lebendigkeit und Offenheit. Sie durchschauen mühelos selbst verzwickte Situationen und können sofort Vor- und Nachteile erkennen. Sie sind vielseitig interessiert, kontaktfreudig, flexibel und neugierig. Und so kann eine Zwillingsräucherung dazu beitragen, dass wir offen und ohne Vorurteile auf neue Bekanntschaften und Menschen zugehen, geistige Klarheit über die vielen Vor- und Nachteile von Situationen erlangen und uns im Hier und Jetzt verankern können.

Rituelle Anwendung

Die Zeder gehört zu den göttlichsten Düften in den antiken Zentren. Überliefert bereits im Gilgamesch-Epos, wo sie als Duftopfer für die Götter verwendet wird. Die Gilgamesch-Räucherung gehört zu den ältesten überlieferten Räuchermischungen der Menschheit.

Es war in der Antike das begehrteste Holz, da es jahrtausendelang haltbar ist und über viele Jahre hinweg ihren wundervollen Duft verströmt. Auch Gilgamesch kam aus der Ferne, um die wundervollen Zedernbäume zu fällen. Andere, wie König Salomon, schickten 30.000 Arbeiter für Holzfällarbeiten in den Libanon, um den Tempelbau voranzubringen. 590 v. Chr. findet sich in der christlichen Bibel bei Hesekiel im Kapitel 31, der erste Ansatz des Umweltschützers und Mahners vor kommerziellem Raubbau der Zedernwälder und zu Jesus Christus Zeiten existierten die Zedernwälder im Libanon schon nicht mehr.

Mit ihrem Duft und Rauch können wir immer noch magische Handlungen unterstützen und Kraft, Power und Mut bekommen. Denn so stark, kraftvoll und unverwundbar, wie der Baum selbst ist, diese Stärke wird sinnbildlich auf den Duftträger übertragen. Nicht umsonst, wissen wir aus der Aromatherapie, dass Zedernöl unser Selbstbewusstsein und den Rücken stärkt, uns mutig in den nächsten Tag gehen lässt und Ängste und Sorgen sanft auflöst. Es ist die Symbiose von Baum auf Mensch, die Zuversicht, Würde, Stärke und Schutz übertragen lässt.

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